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RSSPrint

Passionsweg

Meditation zur Karwoche

In der Karwoche steht der Leidensweg Jesu im Mittelpunkt. Sein Abschied von den Jüngerinnen und Jüngern am Gründonnerstag, der Verrat des Judas, seine Kreuzigung am Karfreitag und schließlich die Grablegung.

Ich lade Sie ein, in 11 Schritten durch die Ereignisse des Gründonnerstags und Karfreitags zu gehen. Begeben Sie sich auf einen virtuellen Passionsweg.

Vielleicht zünden Sie eine Kerze an und suchen sich einen ruhigen Platz in Ihrer Wohnung.

Zu jeder Station gehören ein Bild und eine Audiodatei. Klappen Sie zuerst das Bild aus und dann die Audiodatei und „gehen“ dann zur nächsten Station.

Ein herzliches Shalom

Pfarrer Michael Busch

Das letzte Mahl mit seinen Jüngern liegt hinter Jesus. Nun beginnt ein dunkler Weg.

Gebet

Gott,

es ist still, in den Kirchen, auf den Straßen, in den Restaurants der Stadt.

Das Kreuz zu betrachten fällt schwer, es fällt schwer zu verstehen, welchen Sinn es hat, inmitten von Vernichtung und Hass, inmitten des Grauens unserer Welt, inmitten von Krankheit und Tod.

Es fällt schwer, von deinem Schrei am Kreuz zu hören, denn wir hören so viel Geschrei immer wieder ohne Ende.

Nimm uns mit auf den Weg der Hoffnung, sei Kraftspender, sei Gedankengeber, sei Perspektivenwechsler
Gerade heute. In all der Stille, bei all dem Grauen.

Amen.

Die weinenden Frauen

Psalm 22, 16-19

16 Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt mir am Gaumen,
und du legst mich in des Todes Staub.

17 Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bösen Rotte hat mich umringt;
sie haben meine Hände und Füße durchgraben.

18 Ich kann alle meine Gebeine zählen;
sie aber schauen zu und weiden sich an mir.

19 Sie teilen meine Kleider unter sich
und werfen das Los um mein Gewand.

Karfreitag erinnert uns an unser Leben:

An das, was wir verloren haben; an das, was wir schuldig geblieben sind; an das, was unerfüllt geblieben ist.

Karfreitag erzählt uns die Geschichte von dem, der unser Leiden und unsere Angst, unsere Schuld und unser Schweigen in sich birgt und trägt.

Er trägt den dunklen Teil unseres Lebens, den Teil auf den wir selbst nicht gern schauen, den wir gern verdrängen.

Stille.