Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

Neues Gemeindezentrum Celsiusstraße

Das Gemeindezentrum (GZ) heute
Zu den Standorten der Gemeinde Petrus-Giesensdorf gehört das Gemeindezentrum (GZ) in der Celsiusstraße. Zwischen den Hochhäusern der Thermometersiedlung liegt der in die Jahre gekommene Flachbau. Einmal im Monat finden hier Gottesdienste statt. In Kooperation mit der „Berliner Tafel“ verteilt eine Ausgabestelle von „Laib & Seele“ Lebensmittel an Bedürftige. Der Verein „Bus-Stop e.V.“ bietet in unsere Räumen soziale Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien. Die Angebote richten sich besonders an Menschen aus der Thermometersiedlung, aber auch an Geflüchtete.

In den nächsten Jahren wird neben der Thermometersiedlung ein neuer Stadtteil Stück für Stück in die Höhe wachsen: Neulichterfelde. 6000 Menschen sollen hier einmal leben.  Auch für sie möchte unsere Gemeinde da sein und der alte Standort wird noch wichtiger werden, wenn es darum geht, dass der alte und der neue Stadtteil gut zusammenwachsen.

Das Haus, in dem wir jetzt schon Angebote für die Menschen in der Thermometersiedlung anbieten, ist in schlechtem Zustand. Die Bausubstanz ist schlecht und keine Renovierung könnte daran etwas ändern. Deswegen soll der alte Bau durch einen Neubau ersetzt werden.

Warum ist das Projekt so wichtig?
In der Thermometersiedlung leben viele Menschen, die wenig Geld haben. Der letzte Berliner Sozialmonitor hat gezeigt, dass die Kennzahlen des Gebietes sich noch einmal verschlechtert haben. Während in anderen Kiezen die Menschen in den letzten Jahren häufiger wieder Arbeit gefunden haben, leben in der Thermometersiedlung immer noch besonders viele Menschen ohne Arbeit. Deshalb sind Angebote der Gemeinde und ist die soziale Arbeit von Bus-Stop e.V. hier besonders wichtig.

Ein Gemeindezentrum neu zu bauen, ist ein ehrgeiziger Plan, aber durch den Neubau stellen wir sicher, dass es hier auch in Zukunft soziale Arbeit und wohnortnahe Gottesdienste und gemeindliche Angebote für Neu- und Altlichterfelder gibt.

Was ist schon passiert?
Der Gemeindekirchenrat hat eine Arbeitsgruppe beauftragt, um auf die Herausforderungen zu reagieren. Die Arbeitsgruppe hat zuerst ein Konzept erarbeitet. In einer Machbarkeitsstudie wurden dann Eckdaten des Projektes festgestellt. Viele Gespräche wurden geführt, unter anderem mit dem Kirchenkreis, der Landeskirche und dem Bezirk. Große Teile der Finanzierung konnten gesichert werden. Der Kirchenkreis hat seine finanzielle Unterstützung zugesagt und die Gemeinde hat ihr Grundstück in der Koloniestraße an das Diakonische Werk Steglitz und Teltow-Zehlendorf e.V. verpachtet, damit hier eine Kita entstehen kann. Durch die Pachteinnahmen kann dann ein Kredit finanziert werden. Noch sind nicht alle Finanzierungslücken geschlossen, der Plan eines Neubaus wird aber immer konkreter.

Was kommt als Nächstes?
Durch einen Architektenwettbewerb soll das Projekt jetzt konkretere Formen annehmen. Der Wettbewerb ist an diesem Punkt notwendig, denn nur mit den notwendigen Bauplanungsunterlagen kann die Gemeinde weitere Förderanträge stellen. Das den Wettbewerb betreuende Büro "Architektur + Stadtplanung, Fiebig Schönwälder Zimmer" plant nach Abgabe der Arbeiten und Modelle Ende Juni 2020 ein Preisgericht und im Anschluss daran eine Ausstellung der Arbeiten in der Gemeinde.

Bis dahin müssen außerdem auch weitere organisatorische Fragen geklärt werden, etwa in welche Räume die Angebote, die jetzt im Gemeindezentrum stattfinden, in der Bauzeit umziehen werden, denn die Arbeit soll unbedingt auch während der Bauphase weiter laufen.